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Spuren der Vergangenheit unter unseren Füßen

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Spuren der Vergangenheit unter unseren Füßen

Schurwaldschule
Veröffentlicht von Schmid in Ereignis · Samstag 31 Jan 2026 · Lesezeit 1:30
Zwischen Geschäften, Cafés und belebten Straßen blieben wir immer wieder stehen – vor kleinen, messingfarbenen Steinen im Boden. Was viele Passanten im Alltag übersehen, erzählt bewegende Geschichten: die Schicksale jüdischer Familien aus Göppingen, die im Dritten Reich verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Frau Haas stellte exemplarisch einzelne Familien vor und machte deutlich, dass hinter jedem Namen ein Mensch, ein Leben und eine Geschichte stand.


Uns wurde bewusst, dass diese grausamen Ereignisse nicht irgendwo weit weg, sondern direkt vor unserer Haustür stattfanden. Die Stolpersteine erinnern genau daran – und zwingen uns im wahrsten Sinne des Wortes, innezuhalten.
Ein weiterer Schwerpunkt der Führung war die Zerstörung der Göppinger Synagoge während der Reichspogromnacht. Frau Haas schilderte anschaulich, wie das jüdische Gotteshaus in Brand gesetzt wurde und welche Angst und Gewalt diese Nacht für die jüdische Bevölkerung bedeutete.
Obwohl die Feuerwehr nur zwei Häuser entfernt war, war es ihnen verboten zu löschen, sondern durften lediglich die anderen Häuser schützen. Viele von uns waren überrascht, wie präsent diese Geschichte noch heute im Stadtbild ist – auch wenn man sie oft nicht bewusst wahrnimmt. So übersieht man schnell diesen Platz zwischen der Uhland-Realschule und dem Freihof-Gymnasium.
Nach zwei intensiven Stunden endete die Führung, doch die Eindrücke wirkten nach. Die Stolpersteine haben uns gezeigt, dass Erinnerung nicht nur im Geschichtsbuch stattfindet, sondern mitten im Alltag. Wer durch Göppingen läuft und genau hinschaut, begegnet der Vergangenheit – und trägt Verantwortung dafür, dass sie nicht vergessen wird.




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